Einsätze zur Rehkitzsuche und -rettung werden durch uns ausschließlich in den frühen Morgenstunden durchgeführt – für Wiesen, die im Anschluss gemäht werden.
Hintergrund dieser Regelung ist, dass eine zuverlässige Ortung von Rehkitzen mittels Wärmebildtechnik nach längerer Sonneneinstrahlung nicht mehr gewährleistet werden kann. Mit zunehmender Erwärmung der Wiesenflächen entstehen zahlreiche Wärmequellen, beispielsweise durch Steine, Bodenunebenheiten oder Maulwurfshügel, die in der Wärmebilddarstellung ähnliche Signaturen wie Wildtiere aufweisen.
Bild oben zeigt eine Wiese am frühen Morgen, die über Nacht abkühlen konnte. In dieser Situation hebt sich die Wärmesignatur eines Rehkitzes deutlich von der kühleren Umgebung ab und ist gut zu erkennen.
Bild unten zeigt hingegen eine Wiese am Nachmittag, die durch Sonneneinstrahlung stark erhitzt ist. Unter diesen Bedingungen ist die Wärmesignatur eines Rehkitzes kaum bzw. nicht zu erkennen, oder von anderen Wärmequellen zu unterscheiden.
Unter diesen Umständen ist eine sichere Identifizierung von Rehkitzen nicht mit der erforderlichen Zuverlässigkeit möglich. Das Risiko, Tiere trotz ordnungsgemäßer Suche zu übersehen, steigt erheblich.
Aus Gründen des Tierwohls sowie zur Wahrung einer fachlich verantwortbaren Durchführung übernehmen wir daher keine Einsätze zur Rehkitzsuche am Nachmittag oder in den Abendstunden.
Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung! 

